Anlässlich der Aufnahme Kalamatas in die 100 klimaneutralen und intelligenten Städte der Europäischen Union ist ein Hinweis auf das Bauhaus nützlich.
Das Bauhaus war eine Kunst- und Architekturschule, die in der Zwischenkriegszeit in Deutschland tätig war. Sie wurde berühmt, weil sie die Schaffung eines neuen Gebäudes der Zukunft vorschlug. Sie übte erheblichen Einfluss auf die Strömungen der Kunst und Architektur in Westeuropa aus.
Das Neue Europäische Bauhaus ist eine kreative Bewegung im Entstehen, an der alle teilnehmen können. Es handelt sich um eine Plattform des Experimentierens und der Vernetzung, die die Zusammenarbeit zwischen Menschen fördert, die künftige Wohnungen und künftige Städte gestalten wollen. Sie verbindet Menschen aus Wissenschaft und Technologie mit Menschen aus Kunst und Kultur.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärt: „Mit dem Neuen Bauhaus wollen wir, dass die gemeinsame Vision Europas nicht nur wirtschaftlich ist. Wir wollen, dass sie die Herzen der Europäer erreicht. Wir wollen unsere Lebensweise mit der Natur versöhnen, denn nur dann werden wir bis 2050 Klimaneutralität erreichen. Und das schaffen wir nur, wenn wir dem grünen Übergang eine kulturelle Dimension geben.“
Der Klimawandel ist ein globales Problem, das eine globale Behandlung erfordert. Da es keine Weltregierung gibt, die globale Probleme lösen könnte, braucht es die Zusammenarbeit und Einigung aller Länder der Erde. Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine historische Herausforderung. Europa kann dabei an der Spitze stehen.
Das Neue Europäische Bauhaus hat zum Ziel, die Bürger zu sensibilisieren und Lösungen für das enorme Problem zu geben, das die gebaute Umwelt verursacht; diese trägt Verantwortung für 40 Prozent der Kohlendioxidemissionen. Daher braucht es einfache, funktionale, ästhetische und ökologische Gebäude. Dasselbe gilt für Städte. Gebäude und Städte sollen unseren Bedürfnissen dienen und unser Leben verschönern.
Das Bauhaus gehört in den Rahmen des Europäischen Grünen Deals, also eines klimaneutralen Europas. Es zielt auf die Umgestaltung europäischer Städte nach den Grundsätzen grüner Entwicklung.
Die europäischen Bürger werden aufgefordert, sich an der Gestaltung und Neugestaltung ihrer Städte nach den Grundsätzen nachhaltiger Entwicklung zu beteiligen. Sie sollen die Städte der Zukunft imaginieren und entwerfen. Sie sollen Städte schaffen, die nicht verschmutzen, damit sie selbst und ihre Kinder besser leben.
Es geht um die gemeinsame Suche nach innovativen Lösungen für komplexe Probleme von Gebäuden und Städten. Es geht um Lösungen, die zur Schaffung neuer Wohnungen und neuer Städte führen, die die Umwelt nicht belasten.
Das Bauhaus entwickelt sich in drei Phasen: Ko-Design, Umsetzung und Verbreitung. Genauer:
A) Ko-Design. Ideen von Personen und Einrichtungen werden gesammelt. Anschließend diskutieren ausgezeichnete Personen und Fachleute, repräsentativ für die Gemeinschaft, die verschiedenen Vorschläge und wählen die besten aus.
B) Umsetzung. Die besten Vorschläge werden umgesetzt. Ihre Umsetzung wird beobachtet, damit notwendige Anpassungen vorgenommen und nützliche Praktiken übernommen werden können.
C) Verbreitung. Gute Ideen, die sich auch in ihrer Umsetzung als gut erweisen, werden in ganz Europa verbreitet. Es wird einen Austausch von Ideen, Wissen und Erfahrungen aus ihrer Anwendung geben.
Die Menschen Messiniens können beim Neuen Europäischen Bauhaus an der Spitze stehen. Sie werden aufgerufen, ihre Städte und Dörfer zu gestalten und neu zu gestalten. An dieser Planung sollen alle teilnehmen: Stadtplaner, Raumplaner, Architekten, Soziologen, Ingenieure, Künstler, Handwerker, Technologen, Programmierer, Agronomen, Landwirte, Bauarbeiter, Gärtner und Bürger.
Gesucht werden neue Ideen, neue Materialien und neue Produkte, um Gebäude, Dörfer und Städte zu entwerfen, die ein besseres Leben bieten und zugleich Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit fördern. Manchmal kann auch die einfachste Idee eine sehr wichtige Lösung liefern.
Die Gemeinden Messiniens können zur Lokomotive werden. Die Bürger Messiniens können sich ihre Zukunft vorstellen und sie schaffen. Und selbstverständlich ist die Zukunft heute.
Pavlos Marantos
marantosp@gmail.com
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