Archivhinweis: Der Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfältig für eine historische und informative Lektüre bewahrt.
Es handelt sich um eine sorgfältig betreute Ausgabe über das leidvolle Leben und das enorme wissenschaftliche, geistliche und karitative Werk von Valentin Voino-Yasenetsky. Wie im Buch berichtet wird, wurde er im Jahr 1877 ("14./27. April") in der Stadt Kertsch, dem antiken Pantikapaion, geboren. Die Stadt liegt am östlichen Rand der Halbinsel Krim und verbindet den Schwarzen Meerraum mit dem Asowschen Meer. Seine Eltern waren arm.
Während der Leser die Entwicklung des Lebens von Valentin Voino-Yasenetsky von der Kindheit bis zu seinem Tod verfolgt, erlebt er zugleich die historischen Ereignisse mit, die während der Herrschaft des sowjetischen Regimes im riesigen Russland, in der Sowjetunion, stattfanden: von der Revolution der Bolschewiki über den Zweiten Weltkrieg und den Aufstieg Stalins bis zum 11. Juni 1961, dem Todestag von Valentin Voino-Yasenetsky.
Der Autor verwendet eine anschauliche Sprache und bewältigt dank seiner schriftstellerischen Fähigkeit die schwierige Aufgabe, die Persönlichkeit, das vielgestaltige Wirken und die unzähligen Beiträge von Erzbischof Lukas für den Menschen, die medizinische Wissenschaft und die Orthodoxe Kirche darzustellen. Besonders hebt er hervor, dass "sein heiliges Leben, seine Wunder und der Glaube des Volkes Gottes seine Heiligkeit bezeugten. Deshalb befasste sich eine besondere Untersuchungskommission mit seinem Leben, seinen Werken und seinen Wundern, und im November 1995 wurde er durch Entscheidung der Ukrainischen Orthodoxen Kirche heiliggesprochen. Ein eigener Gottesdienst wurde verfasst und seine Ikone gemalt" [S. 416 von insgesamt 445 Seiten des Buches].
Wie der Leser dieses beeindruckenden Buches erfährt, war Erzbischof Lukas ein vorbildlicher Vater von vier Kindern, die er nach dem Tod seiner Frau allein aufzog. Er war ein begabter Zeichner, der mit der Feder und mit äußerster Genauigkeit alle anatomischen Einzelheiten des menschlichen Körpers wiedergeben konnte, ein hervorragender Arzt und Chirurg mit außerordentlichem Dienst an Wissenschaft und Mensch, weltweit anerkannt für sein Werk, ein ausgezeichneter geistlicher und kirchlicher Führer, ein unbeugsamer Idealist, treu der Orthodoxen Kirche und den Traditionen des orthodoxen Volkes, und im wörtlichen Sinn ein Märtyrer. Er wurde wegen seines Glaubens und seiner Grundsätze hart verfolgt, verteidigte sie aber mit Mut und Großherzigkeit. Dadurch gewann er sogar die Bewunderung seiner fanatischen Verfolger, denen er mit christlicher Milde und Liebe vergab. So wurde er selbst zum lebendigen Beispiel dessen, was er lehrte und tat: Er diente stets dem Menschen, heilte unermüdlich die Kranken, arbeitete übermenschlich und ohne Honorar, unter erbärmlichen Bedingungen, mit Entbehrungen und unter unablässigen Verfolgungen, Verbannungen, Qualen und Bedrängnissen.
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