Archivhinweis: Der Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfaeltig fuer eine historische und informative Lektuere erhalten.

Die zentrale Frage der Jahre lautet fuer die Autorin: Sind wir bankrott oder noch nicht? Fernsehsender und Koepfe rauschen, Sitzungen werden einberufen, verschoben und erneut verschoben, doch eine klare Antwort bleibt aus. Die Autorin ist weder Oekonomin noch Politikerin, sieht aber, dass die Menschen offen getaeuscht werden.

Offiziell sei Griechenland nicht bankrott. Zugleich lebten 28,7 % der Bevoelkerung unter der Armutsgrenze, und das Land stehe unter den aermsten Europas weit oben. Die ganze Sorge richte sich darauf, ob die naechste Tranche des IWF komme. Fortschritt, Entwicklung oder Besserung seien nach den frueheren Tranchen nicht sichtbar; sichtbar seien nur neue Massnahmen, Kuerzungen und weitere Verschuldung.

Die Autorin kritisiert die geplanten Lohnkuerzungen, die Diskussion um 13. und 14. Gehalt und Politiker, die Memoranden unterschreiben, ohne sie gelesen zu haben oder sie bewusst unterschreiben. Beides erscheint ihr unertraeglich: die Verurteilung des Landes ohne Lektuere ebenso wie die bewusste Zustimmung.

Auch der oeffentliche Dienst und die Wahlversprechen werden satirisch angegriffen. Die kommenden Wahlen wuerden erneut dazu dienen, dieselben politischen Lager abwechselnd an die Macht zu bringen. Seit Jahren haetten sie gleich regiert, gleich konsumiert und nur die Farbe der Fahne gewechselt.

Das Fazit lautet: Leider sind wir bankrott, ehemalige freie und nun unterworfene Mitbuerger. Die Geschichte wiederhole sich, aber niemand habe den Mut, Verantwortung zu uebernehmen. Der Text ruft dazu auf, die Fernseher auszuschalten, den gelenkten Stimmen nicht mehr zu folgen, die Augen zu oeffnen und zu fragen, was wirklich geschieht.