Stellen wir uns die Zukunft vor
und gestalten wir sie
Politikerinnen und Politiker - Abgeordnete, Regionalgouverneure, Bürgermeister - sehen gewöhnlich nah und nicht weit. Sie sehen vier bis fünf Jahre voraus, also bis zu den nächsten Wahlen. Deshalb schaffen sie Projekte, die innerhalb der vierjährigen Amtszeit sichtbar werden, damit die Bürger sie wiederwählen und sie die nächsten Wahlen gewinnen. Doch so entsteht kein Dorf und keine Stadt.
Außerdem haben sich die Regionen und Gemeinden zu schwerfälligen bürokratischen Mechanismen entwickelt. Das geschieht gerade dann, wenn sie schnell und flexibel handeln müssten, nach Regeln des Managements.
Daher müssen Regionalgouverneur und Bürgermeister ihre Beschäftigten davon überzeugen, die Behaglichkeit der Unkündbarkeit hinter sich zu lassen und wirksamer sowie leistungsfähiger zu werden. Sie müssen außerdem dazu motiviert werden, Lösungen und nützliche Praktiken vorzuschlagen. Vor allem müssen sie sich bewusst machen, dass sie als Beschäftigte für die Bürger da sind und nicht die Bürger für die Beschäftigten.
Wenn der Regionalgouverneur und die Gemeinden weit blicken würden, würden sie 2021 die Zukunft des Peloponnes und der Gemeinden planen. Sie würden sich die Zukunft des Peloponnes und der Gemeinden von Kalamata vorstellen und sie gestalten.
Daher sind der Regionalgouverneur und der Bürgermeister von Kalamata aufgerufen, sich an die besten Köpfe des Peloponnes innerhalb und außerhalb Griechenlands zu wenden und ihre Vorschläge für die Zukunft des Peloponnes und Kalamatas in den nächsten 30 Jahren einzuholen, mit einem Zwischenziel im Jahr 2031. Nützlich wäre auch die Suche nach einigen Visionären, denn die Planung der Zukunft braucht Vision.
Der Peloponnes hat alles: ein einzigartiges Landschaftsrelief, einzigartige weite Küsten, einzigartige Berge, Ebenen, Flüsse, unzählige Kulturdenkmäler. Und vieles mehr. Jede Gegend - jede Stadt, jede Region - muss ihre komparativen Vorteile nutzen.
Als Beitrag zur Planung und Gestaltung der Zukunft werden folgende Punkte vorgeschlagen:
A) Raumordnungs- und Stadtplanung. Endlich müssen wir Problemen vorbeugen und ihnen nicht nachträglich außer Atem hinterherlaufen. Stellen wir uns die Städte im Jahr 2051 vor und planen wir sie jetzt.
Nebenbei zu Kalamata: Ich kann die Logik derjenigen nicht verstehen, die die Universität in der Kaserne „untergebracht“ haben. Außerdem haben einige beschlossen, diesen kleinen Raum noch weiter zu verkleinern, indem sie Wohnungen bauen. So fehlt der Universität der notwendige Lebensraum. Dafür hat sie eine wunderbare Aussicht: die Unterwäsche der Nachbarwohnungen. Schade.
Aus Anlass der Neugestaltung der Landkarte der Hochschulbildung: Müssten vielleicht alle Fakultäten und Abteilungen in Tripoli zusammengeführt werden? Oder wollen das die Inhaber der Cafés und Souvlaki-Läden nicht?
B) Vorrang für die Nutzung von Oberflächenwasser - Regen, Flüsse, Seen - zur Trinkwasser- und Bewässerungsversorgung, erst danach für Grundwasser. Überall müssen kleine und große Staudämme geschaffen werden. Das Verbrechen der 200 Meter tiefen Bohrungen muss aufhören, weil es zerstörerische Folgen hat.
C) Schutz und Nutzung des kulturellen Erbes. Der Peloponnes ist voller Denkmäler des Welterbes: Olympia, Epidauros, Mykene, Pylos, Antikes Messene und andere. Er verfügt aber auch über unzählige Denkmäler byzantinischer und neuerer Geschichte.
D) Schaffung von zwei, drei oder vier „Innovationsstädten - Technopolen“ mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern an den Rändern großer Städte. Beispiel: Eine solche Technopole könnte am Rand von Kalamata entstehen.
Nebenbei: Die Größe der Stadt darf nicht so klein sein, dass sie wie ein Dorf wirkt, und nicht so groß, dass sie Probleme verursacht. Sie muss eine Größe haben, die ihr erlaubt, sich bevölkerungsmäßig, wirtschaftlich und kulturell zu reproduzieren. Gesucht ist die „optimale Größe“.
Natürlich verfügen weder die Region noch die Gemeinde über die notwendigen Mittel für langfristige Planungen und große Projekte. Deshalb braucht es mehr Projekte in öffentlich-privater Partnerschaft, aber auch ausländische Investitionen.
Die Brand Names „Hellas“, „Pylos“, „Olympia“, „Arkadien“, „Argos“, „Nemea“, „Epidauros“ und andere verkaufen sich. Es liegt an uns, sie zu nutzen. Nebenbei: Die mediterrane Ernährung ist in erster Linie griechisch. Also fördern wir künftig die „griechische Ernährung“.
Es ist Zeit, vorausschauend zu planen und zu entwerfen, denn das verbessert unser Leben. Stellen wir uns also die Zukunft des Peloponnes, Messeniens und Kalamatas vor und gestalten wir sie. Heute, denn „morgen“ wird es zu spät sein.
Ein gutes neues Jahr
und viele Glückwünsche.
Pavlos Marantos
marantosp@gmail.com
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