Archivhinweis: Der Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfaeltig fuer eine historische und informative Lektuere erhalten.

Der Beitrag stellt das Buch Asnif, aus Armenien nach Griechenland entwurzelt von Omiros Mavridis vor. Es handelt sich nach der Darstellung um eine wahre historische Biografie, die romanhaft erzaehlt wird und trotz ihres tragischen Gegenstands gut lesbar bleibt.

Das Buch befasst sich mit der armenischen Genozid-Erinnerung und den Verfolgungen der Armenier. Der Text spricht nicht nur von ethnischer Saeuberung, sondern von systematischer Vernichtung eines alten Volkes durch ein staatlich organisiertes verbrecherisches Programm.

Solche Buecher seien wichtig, weil sie unverjaehrbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit im historischen Gedaechtnis halten. Der Autor vergleicht die fehlende Bestrafung fuer die Verbrechen an den Armeniern mit der Bestrafung deutscher und japanischer Kriegsverbrecher nach dem Zweiten Weltkrieg und verweist auf die Bedeutung der Nuernberger Prozesse.

Die Heldin des Buches waechst im heutigen Syrien auf, wird durch die Verfolgung ihres Volkes entwurzelt und gelangt bis nach Alexandroupoli, wo sie bis zu ihrem Lebensende lebt. Mit ihrer Geschichte werden Sitten, Braeuche, Leiden und Vernichtungswege eines Volkes erzaehlt, dessen historische Erinnerung nicht verloren gehen darf.

Bemerkenswert ist fuer den Beitrag, dass das Buch nicht zu Fanatismus oder Rache aufruft, sondern Frieden und Verbruederung der Voelker hervorhebt. Die alte Heldin wuenscht, Menschen daran zu erinnern, Grenzen und Stacheldraht zu ueberwinden, fuer das Gute zu leiden und aufrichtige Gerechtigkeit zu festigen. Der Beitrag fuegt hinzu: Albtraumhaft bleibe vor allem, wenn Verbrechen, Genozide und Holocausts unbestraft bleiben.

Emmanouil Papadakis