Archivhinweis: Der Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfaeltig fuer eine historische und informative Lektuere erhalten.
In einer Zeit wirtschaftlicher, moralischer und geistiger Krise betont der Text die Notwendigkeit, die eigene moralische und geistige Identitaet wiederzufinden. Dazu gehoere die Rueckkehr zu Wurzeln, Grundsaetzen und Idealen, die den altgriechischen und den byzantinischen Kulturkreis gepraegt haben.
Die byzantinische Kunst wird als christlicher Ausdruck der Kunst der Griechen in der langen Geschichte des byzantinischen Staates von 324 bis 1453 beschrieben. Fruehe Ikonen werden seit dem 4. Jahrhundert bezeugt; ihre Wurzeln liegen in antiker griechischer Kunst, roemischen Kaiserportraets, Darstellungen paganer und mysterienreligioeser Traditionen sowie in den Fayum-Portraets des 1. bis 3. Jahrhunderts.
Gemeinsame Merkmale sind grosse betonte Augen, intensiver Blick, fest geschlossene Lippen, Frontalitaet, Dreiviertelstellung sowie technische Elemente wie Holzgrund, dunkle Untermalung, Enkaustik, Tempera und Vergoldung. Die aeltesten erhaltenen byzantinischen Ikonen stammen aus dem Sinai und werden konstantinopolitanischen Werkstaetten zugeschrieben.
Der Text gliedert die Geschichte der Ikonographie in die fruehen Jahrhunderte bis zum Ikonoklasmus, die Zeit des Ikonoklasmus, die makedonisch-komnenische Periode und die palaeologische Renaissance. Er beschreibt die Symbolik der Katakombenkunst, die Entwicklung von Mosaiken und Fresken und die tragende Rolle der Sinai-Ikonen.
Nach den ikonoklastischen Streitigkeiten folgt die Wiederbelebung der orthodoxen Ikonenmalerei. Werke wie die Hagia Sophia in Ohrid und die Gottesmutter von Wladimir werden genannt. In der Spaetzeit unterscheidet der Text makedonische und kretische Schule mit Zentren wie Thessaloniki, Mistra, Meteora, Athos und Kreta sowie Kuenstlern wie Manuel Panselinos, Theophanis der Kreter und Michail Damaskinos.
Nach dem Fall Kretas unter osmanische Herrschaft gewann die ionische Ikonenmalerei an Bedeutung, waehrend in der griechischen Kernlandschaft westliche Malerei und Volkskunst die byzantinische Tradition zeitweise verdraengten. Trotzdem verbreiteten sich byzantinische Ikonen in Georgien, Bulgarien, Serbien und Russland. Der Beitrag schliesst mit der Aussage, byzantinische Malerei sei Teil der byzantinischen, griechischen und weltweiten Kulturerbschaft und muesse lebendig an kommende Generationen weitergegeben werden.
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