Archivhinweis: Dieser Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfaeltig fuer eine historische und informierende Lektuere bewahrt.
Wenn man mich bitten wuerde, Kazantzakis zu beschreiben, wuerde ich nicht die richtigen Worte finden.
Sicher ist, dass es sich um einen Menschen mit freiem Geist und scharfem Verstand handelt. Jedes seiner Werke sendet viele und besondere Botschaften, und seine Begabung ist kaum fassbar.
Ich entdeckte ihn mit 25, zuerst durch die Lektuere von "Christus wird wieder gekreuzigt". Ich liebte ihn sofort. Meiner Meinung nach, und nach Meinung vieler anderer, sollte Kazantzakis unbedingt an griechischen Schulen unterrichtet werden.
Askitiki ist das philosophische Werk von N. Kazantzakis, und wie oft man es auch liest, man entdeckt immer etwas Neues.
In diesem Buch findet sich auch der charakteristischste Satz von N. Kazantzakis: "Ich weiss es nun. Ich hoffe nichts, ich fuerchte nichts; ich habe mich von Verstand und Herz geloest und bin hoeher gestiegen. Ich bin frei. Ich will nichts anderes. Ich suchte Freiheit."
Wie viele weitere Saetze aus der Askitiki haben mich dazu gebracht, ein so guter Mensch werden zu wollen, wie ich nur kann.
"Erkenne niemals die Grenzen des Menschen an. Zerbrich die Grenzen."
"Liebe die Verantwortung. Sage: Ich, ich allein habe die Pflicht, die Erde zu retten. Wenn sie nicht gerettet wird, bin ich schuld."
"Wuerdige dich nicht zu fragen: Werden wir siegen? Werden wir besiegt? Kaempfe."
"Ich waehle den Anstieg, weil mein Herz mich dorthin draengt. Hinauf! Hinauf! Hinauf!, ruft mein Herz, und ich folge ihm mit Vertrauen."
Allen, die ihm noch nicht "begegnet" sind, empfehle ich ihn uneingeschraenkt.
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