Archivhinweis: Der Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfaeltig fuer eine historische und informative Lektuere erhalten.

Ein Sturm von Protesten erhob sich gegen Interventionen fuehrender Europaeer in die politischen Entwicklungen des Landes. Viele beklagten nach Darstellung des Textes heuchlerisch die Preisgabe der nationalen Souveraenitaet; Parteien mit umfangreicher medialer Vertretung gaben billige nationalistische Erklaerungen ab. Verurteilt wurden Drohungen eines europaeischen Kommissars fuer Wirtschafts- und Waehrungsfragen ueber einen moeglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro sowie Stellungnahmen der deutschen Kanzlerin, des franzoesischen Praesidenten und weiterer EU-Fuehrer.

Der Autor richtet seine Kritik jedoch vor allem gegen jene, die fuer die wirtschaftliche Verelendung und die sich beschleunigende nationale Tragoedie verantwortlich seien. Der Buerger befinde sich in einer beispiellosen Verwirrung, begleitet von Enttaeuschung, Unsicherheit, Ekel und Zorn. Parteigebundene Akteure verbreiteten weiterhin Versprechen ueber Vorteile, die angeblich nur ihre Partei bringen werde, waehrend die oeffentliche Debatte von hohler Propaganda und alten politischen Formeln beherrscht werde.

Besonders scharf kritisiert der Text ehemalige Minister und politische Figuren, die selbst an Regierungen beteiligt waren, welche Griechenland in die Verschuldung fuehrten, und nun fremde Interventionen anprangerten. Der Autor nennt als Problem nicht allein den wirtschaftlichen Zusammenbruch, auch nicht die Unfaehigkeit zur Kontrolle der Staatsausgaben oder die auslaendischen Interventionen, sondern die fortdauernden Eingriffe gescheiterter politischer Akteure in das oeffentliche Leben.

Diese Interventionen der Gescheiterten verstaerkten nach Auffassung des Textes die nationale Katastrophe und lenkten von jeder realistischen Moeglichkeit der Erneuerung ab. In ernsthaften Staaten, so das Fazit, zoegen sich gescheiterte, unfaehige oder betruegerische Politiker zurueck; wenn sie nicht freiwillig gingen, wuerden sie politisch verfolgt oder ausgeschlossen. Sie sollten jedenfalls nicht weiter als Lehrmeister auftreten.

E. Papadakis