Archivhinweis: Der Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfaeltig fuer eine historische und informative Lektuere erhalten.

Die unverstaendliche und provozierende Beharrlichkeit der Investoren und Unternehmer, also der Taxiinhaber, jede Vorstellung vom Rechtsstaat ausser Kraft zu setzen, Institutionen herabzusetzen und waehrend der Sommersaison andere produktive Gruppen zu schaedigen, wird im Text als Ausdruck einer Haltung beschrieben: "dein Tod, mein Leben". Der Autor verweist auf fruehere Beitraege von Nomika Epilekta zum Streikrecht und zu berufsstaendischen Erpressungen.

Die konkreten Mobilisierungen der Taxiinhaber seien rechtswidrig und entbehrten gesellschaftlicher Rueckendeckung. Besonders betont wird, dass die eigentlichen Taxifahrer, also die tatsaechlich arbeitenden Personen, mit dieser Aktion nicht notwendigerweise uebereinstimmten. Der Text spricht deshalb nicht von einem Streik im eigentlichen Sinn, sondern von einem Lock-out: Der Arbeitgeber lege die Arbeit nieder, weil seine Investition nicht mehr den erwarteten Ertrag bringe und er das unternehmerische Risiko nicht tragen wolle.

Die Ungerechtigkeit zeige sich nach Auffassung des Autors in Art, Dauer und Intensitaet der Aktionen, in Drohungen und in der provokativen Haltung "wir oder sie", womit die Regierung gemeint sei. Es stelle sich die Frage, ob die Aktionen nur wirtschaftliche Interessen schuetzten oder auch politisch auf den Sturz der Regierung zugunsten der Opposition zielten. Der Text zieht Parallelen zu Strassensperren frueherer Bauernproteste und zu Vorfaellen auf der Nationalstrasse Athen-Korinth, bei denen blockierte Fahrer Gewalt erfahren haetten.

Zurueck bei den Taxiinhabern sieht der Autor ihr Verhalten als Teil einer herrschenden Einstellung und als Beleg fuer das Defizit der Exekutive. Der Staat haette in diesem Fall Staerke und Entschlossenheit zeigen muessen. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass die protestierenden Investoren wirtschaftliche Macht und politische Verbindungen sowohl zur Regierung als auch zur Opposition haben koennten. Die Differenz liege, wie der Text ironisch formuliert, nur im Geschmack; wer versteht, der verstehe.