Archivhinweis: Der Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfaeltig fuer eine historische und informative Lektuere erhalten.

Die Autorin beschreibt sich als in einem freien Land geboren, mit Demokratie aufgewachsen und zur Achtung der Heimat erzogen. Zu dieser Erziehung gehoere auch die Ueberzeugung, die eigene Meinung frei aeussern zu duerfen, solange man niemanden verletzt und bei der Wahrheit bleibt.

Die Redefreiheit sei ein erkaempftes und unveraeusserliches Recht. Der Text erinnert an den 10. Dezember 1948, als die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklaerung der Menschenrechte annahm und die Freiheit der Meinungsaeusserung als universellen Wert festhielt.

Vor diesem Hintergrund fragt die Autorin, ob dieses Recht noch gilt. Anlass ist ACTA, das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, das am 1. Oktober 2011 von mehreren Staaten unterzeichnet wurde und dem im Januar 2012 auch die Europaeische Union sowie 22 Mitgliedstaaten, darunter Griechenland, zustimmten. Die Geheimhaltung um das Abkommen erscheint ihr beunruhigend.

Nach der Darstellung des Textes soll ACTA urheberrechtlich geschuetzte Inhalte im Internet schuetzen. Der Autorin geht es jedoch um mehr: Sie sieht darin die Gefahr umfassender Kontrolle von Informationen, freier Kommunikation, Austausch von Gedanken, Protesten, Kritik und jeder Opposition gegen Machttraeger.

Der Text verweist auf ein erklaerendes Video und schliesst mit einer trotzig-freiheitlichen Haltung. Die Wahrheit lasse sich weder verstecken noch ersticken noch knebeln. Wer einer ganzen Gesellschaft den Mund schliessen wolle, muesse sie alle einsperren; die Wahrheit leuchte dennoch.