Wie es scheint, hat die Ablehnung der Freilassung von Giotopoulos, dem moralischen Anstifter von 23 Morden, durch den Areios Pagos die terroristischen Mörder in Thessaloniki geweckt. Ebenso scheint Nea Dimokratia verantwortlich gemacht worden zu sein. Deshalb wurden Funktionäre der Nea Dimokratia zu Zielen der Mörder.

Die linken Parteien SYRIZA, KKE und Neue Linke haben den mörderischen Angriff unmissverständlich verurteilt. Doch das reicht nicht. Die demokratische Linke muss von Worten zu Taten übergehen. Sie sollte von der italienischen Linken lernen.

Erinnern wir uns daran, dass der Terrorismus Italien etwa ein Jahrzehnt lang erschütterte. Doch in Italien war die Linke demokratisch und proeuropäisch. Der damalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Italiens, Enrico Berlinguer, hatte in alle Richtungen klargemacht: „Die Demokratie verhandelt nicht mit Terroristen.“

Darüber hinaus nahm die Kommunistische Partei Italiens gemeinsam mit den anderen Parteien an allen Demonstrationen gegen den Terrorismus teil. Bei der Beerdigung jedes Polizisten, der Opfer des Terrorismus wurde, war die gesamte staatliche und politische Führung Italiens anwesend.

So handeln Parteien, die als „demokratisch“ gelten wollen, in Worten und Taten. Das müssen die linken Parteien in Griechenland wissen, wenn sie demokratisch genannt werden wollen. Das muss auch die faschistoide Jugend der Linken wissen.

Erinnern wir uns auch daran, was die SYRIZA-Regierung in einem Fall von Terrorismus tat. Eine terroristische Organisation schickte dem früheren Ministerpräsidenten Loukas Papadimos eine „Briefbombe“. Das Paket explodierte in seinen Händen, er wurde verletzt und in das Krankenhaus Evangelismos gebracht. Herr Papadimos wurde zum Ziel, vielleicht weil er das Land vor dem Bankrott gerettet hatte.

Der Terroranschlag auf Herrn Papadimos ereignete sich im Mai 2017. Üblicherweise steht in solchen Fällen die Regierung, angeführt vom Ministerpräsidenten und den zuständigen Ministern, dem Opfer bei.

Die SYRIZA-Regierung zeigte sich von dem Anschlag nicht erschüttert. Natürlich verurteilte der damalige Ministerpräsident Alexis Tsipras den Angriff mit einem Tweet. Alle Regierungsmitglieder vermieden es, Herrn Papadimos zu besuchen. Einige, die es wagten, taten es ohne Öffentlichkeit. Warum dieses Verhalten? Vielleicht, um den proterroristischen Flügel von SYRIZA nicht zu verärgern. Vielleicht aus anderen Gründen.

Herr Tsipras, der Vorsitzende von SYRIZA, verfolgte nach dem Bankrott des Landes eine aggressive, populistische und verleumderische Taktik gegen seine politischen Gegner. Dazu gehörte auch der frühere Ministerpräsident Loukas Papadimos. Wie erwähnt, war er es, der das Land vor dem Bankrott rettete. Offenbar stellte ein Professor von internationalem Rang, Ansehen und Anerkennung, ein ehemaliger Ministerpräsident, eine Bedrohung für den linken Pöbel dar, der Griechenland außerhalb der Europäischen Union sehen wollte.

Es ist bekannt, dass Herr Tsipras mit stalinistischen und goebbelsartigen Propagandamethoden lumpenartige wirtschaftliche, politische und ideologische Elemente überzeugte. Und wenn ein Teil des Volkes zur „Masse“ wird, wird er vom Führer geführt und mitgerissen. So ritt er auf der Welle von Wut und Zorn einer Volksmasse und schaffte es, Ministerpräsident zu werden.

Die entscheidende Frage lautet: Warum gibt es in Griechenland noch Terrorismus, während er in ganz Europa beendet ist? Weil der Terrorismus in Griechenland ideologische und politische Deckung durch die Überreste der Linken hat.

Überreste, die in einigen linken Parteien und Gruppen Unterschlupf fanden. Überreste, die vor Gericht als Entlastungszeugen für terroristische Mörder auftraten.

Versteht diese unselige Ansammlung der Linken, dass sie Mörder duldet und/oder unterstützt? Kann ein Linker, der terroristische Mörder duldet oder ihnen Vorschub leistet, als Demokrat und Fortschrittlicher bezeichnet werden? Gewiss ist das unmöglich, töricht und unvorstellbar.

Einige aus der Linken oder aus SYRIZA mögen gegen diese Vorwürfe protestieren. Wenn sie recht haben, sollen sie ihre Haltung klären. Sie sollen die Terrorismusfreunde ausschließen. Sie sollen den Terrorismus nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten verurteilen. Sie sollen die Kommunistische Partei Italiens nachahmen. Sie sollen gemeinsam mit den demokratischen Kräften gegen den Terrorismus marschieren. Wenn sie das nicht tun, werden sie schuldig und mitschuldig sein. So einfach und klar ist das.