Archivhinweis: Der Text stammt aus dem alten Archiv von Nomika Epilekta und wird sorgfaeltig fuer eine historische und informative Lektuere erhalten.
Der satirische Text antwortet auf Vorwuerfe aus einem frueheren Beitrag. Der Erzaehler erklaert, man habe ihn beschuldigt, vor der Kirche zu schreien, waehrend Papagiorgos die Liturgie halte, dumm und boese zu sein und den Priester sogar in einen Graben geworfen zu haben. Nach dem Grundsatz, niemanden zu verurteilen, bevor beide Seiten gehoert wurden, stellt er seine Sicht dar.
Die Perspektive ist die eines Esels, der Papagiorgos und dessen Frau Mavreta als jene Menschen betrachtet, die ihm zugeteilt wurden, um ihn zu bedienen. Daraus entsteht eine Umkehrung der menschlichen Ordnung: Was die Dorfgemeinschaft als kirchliche Wuerde, Kleidung und Ritual sieht, erscheint dem Tier als schwarzes Tuch, falscher Gesang und oeffentliches Schauspiel.
Der Text macht sich ueber kirchliche Doppelmoral lustig. Papagiorgos erklaert einem juengeren Priester, wie man "Grundstuecke im Paradies verkauft": nach aussen streng auftreten, Suenden anderer hart bewerten und eigene Ausnahmen mit passenden Spruechen rechtfertigen. Die Satire richtet sich weniger gegen Glauben als gegen Heuchelei und geistliche Pose.
Auch die privaten poetischen Abende von Papagiorgos und Mavreta werden grotesk gezeichnet. Im Mai, dem Monat der Esel, fuehrt der Instinkt des Erzaehlers zu der beruehmten Szene: Als er eine Eselin wahrnimmt, versucht er den Priester zum Absteigen zu bewegen. Der Mensch versteht nichts, zieht an den Zuegeln, und am Ende liegt Papagiorgos im Graben.
Nach dem Unfall kehrt der Esel allein heim und versucht, der Pfarrersfrau mitzuteilen, dass etwas geschehen ist. Der Priester wird ins Krankenhaus gebracht und erholt sich erst nach einem Monat. Die Satire endet mit der beruhigenden Feststellung, dass nach dem Mai vorerst keine Gefahr mehr bestehe, und mit weiteren volkstuemlich-derben Versen.
Gerasimos Fourlanos
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